Literaturempfehlungen zu den Themen Demenz und Pflege

Nicht-medikamentöse Hilfen für Menschen mit Demenz

Leitfaden für die Unterstützung und Beratung von Patienten und ihren Angehörigen

Prof. Dr. Georg Adler

Vorwort

„Die dringend erwünschten großen Durchbrüche in der medikamentösen Therapie der Alzheimer-Demenz lassen noch auf sich warten. Immerhin stehen mittlerweile Medikamente zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf wesentlich verzögern und mildern können. Aber unabhängig von der mehr oder weniger erfolgreichen medikamentösen Behandlung stellt diese Erkrankung eine große Belastung und Aufgabe für Patienten und ihre Angehörigen dar. Sie müssen Wege finden, das Krankheitsgeschehen zu verstehen, die Diagnose zu bewältigen, die Leistungsfähigkeit möglichst lange aufrechtzuerhalten und mit den Symptomen der Erkrankung zurecht zu kommen.

Dabei soll sie dieses Buch unterstützen. Ich habe mich bemüht, den aktuellen Stand nicht-medikamentöser Hilfen und Therapien übersichtlich und allgemeinverständlich darzustellen.

Mein Dank gilt in erster Linie Yvonne Lembach, die einen großen Teil der umfangreichen Literatur recherchiert und wesentliche inhaltliche Beiträge zu diesem Buch geleistet hat. Ohne ihre effiziente und geduldige Zuarbeit wäre dieses Buch erheblich später entstanden und mit Sicherheit unvollständiger geworden.

Seitens des Kohlhammer-Verlags hat Dagmar Kühnle das Projekt freundlich, unkompliziert und konstruktiv betreut. Für Auslassungen, Unklarheiten und Missverständnisse, die dennoch vorgekommen sein mögen, bin ich allerdings allein zuständig und verantwortlich.

Darüber hinaus bin ich meinem Team am Institut für Studien zur Psychischen Gesundheit (ISPG) in Mannheim, insbesondere Miriam Bektas und Martina Feger, für vielfältige Unterstützung verbunden. Ähnlich den erfolgreich betreuenden Angehörigen von Demenzpatienten haben sie in hohem Maße gute Laune, Kompensationsfähigkeit und Geschick im Umgang mit mir bewiesen, wofür ich ihnen nicht genug danken kann. Mein Dank gilt auch den Mitgliedern und dem Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz für zahlreiche Anregungen und Hinweise sowie Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP).“

Quelle: Prof. Dr. med. Georg Adler, Nicht-medikamentöse Hilfen für Menschen mit Demenz, Kohlhammer, 2011, S.11    

ISBN 978-3-17-021457-6

Mein Heute ist Euer Gestern – Leben mit Demenz

Monika Bechtel

Geleitwort

„In diesem Buch berichtet Monika Bechtel aus eigener Erfahrung und persönlicher Betroffenheit über ihren Umgang mit der an Demenz erkrankten Mutter und – als ehrenamtliche Mitarbeiterin in einem Pflegeheim –über ihren Umgang mit anderen demenzkranken Menschen.

Bei diesem Umgang erwiesen sich Grundhaltung und Techniken der Validation als große Hilfe. Die Berichte von Monika Bechtel sind sehr individuell und berührend. Es wird eine Vielzahl von mehr oder minderproblematischen Situationen geschildert, wie man sie immer wieder im Kontakt mit Demenzkranken erlebt. Dabei wird deutlich, dass die Bereitschaft und Fähigkeit, sich auf die subjektive Realität der Demenzkranken einzulassen und die Sicht der Patienten in ihrem eigenen Recht als gegeben anzunehmen, die Stimmung freundlicher gestaltet und den Umgang erheblich erleichtert. Dieses Grundthema wird in einer Vielzahl von Situationen und bei Demenzkranken mit verschiedenartigen Persönlichkeiten und unterschiedlichen Beeinträchtigungen durchdekliniert.

Auf diese Weise entsteht ein anschauliches Bild der erfolgreichen Anwendung von Verfahren der Validation, das instruktiv und ermutigend ist. Daher sind auch die Angehörigen von Demenzerkrankten und Personen, die mit ihrer Pflege betraut sind, die wichtigsten Adressaten dieses Buchs, das wertvolle Ratschläge vermittelt – nicht nur für einen erfolgreichen Umgang mit Demenzkranken, sondern auch für die Schonung und Erhaltung der seelischen Gesundheit der Pflegenden. Diese Anliegen werden durch das Buch in ausgezeichneter Weise unterstützt, so dass ihm eine weite Verbreitung zu wünschen ist.“

Prof. Dr. Georg Adler

Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.

Das Buch kann bei der Autorin Frau Monika Bechtel bestellt werden.

Das Herz wird nicht dement: Rat für Pflegende und Angehörige

von Udo Baer  (Autor), Gabi Schotte-Lange (Autor)

20. November 2019

Demenz ist mehr als Gedächtnisverlust. Sie beeinflusst Gefühle, die gesamte Art, wie Menschen sich und ihre Welt erleben. Über ihr Herz können wir sie erreichen, wenn wir nur wissen, wie.

Rücksichtsvoll, warmherzig und verständlich beschreiben Udo Baer und Gabi Schotte-Lange die Innenwelten von Demenzkranken. Obwohl sie uns zu entgleiten scheinen, gibt es Wege, mit ihnen in Kontakt zu treten, Wege auch, die es den Erkrankten möglich machen, ihre Würde zu behalten und weiterhin schöne Momente zu erleben. Ein Abschlusskapitel lenkt den Blick auf die Pflegenden und das, was sie zu ihrer eigenen Unterstützung brauchen.

  • Taschenbuch: 170 Seiten
  • Verlag: Beltz; Auflage: 10., überarbeitete und erweiterte (11. November 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3407865848
  • ISBN-13: 978-3407865847

Sind Sie meine Tochter? Erinnerungen an das Leben mit meiner alzheimerkranken Mutter.

von Gabriela Zander-Schneider  (Autor)

Wie fühlt es sich an, wenn eine Mutter die eigene Tochter nicht mehr erkennt? Wie meistert man die ungeliebte Rolle als pflegende Tochter, wenn nicht nur der Traumjob der Pflege zum Opfer fällt? Hat die neue Partnerschaft eine Chance trotz ständiger Überlastung durch die Pflege der demenzkranken Mutter? Wie geht man um mit den Vorwürfen Außenstehender, die alles besser wissen und doch zur Pflege nichts beitragen? Was tun, wenn man feststellt, dass die Mutter Opfer von Pflegemissständen wird? Einfühlsam und offen schildert die Autorin die schleichende Persönlichkeitsveränderung ihrer Mutter, den langen Weg zur Diagnose und die großen Herausforderungen, die Betreuung und Pflege ihr abverlangten.
Sie lässt uns teilhaben an ihren Gefühlen und Gedanken, an der Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Vergangenheit, dem schier endlosen Abschied und der Aussöhnung am Sterbebett.

Das Erlebte hat tiefe Spuren hinterlassen und doch ihre Sicht auf das Leben positiv verändert. Gabriela Zander-Schneider ist Autorin zahlreicher Publikationen und erfolgreicher Bücher. Für ihr soziales Engagement wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz.

  • Taschenbuch: 342 Seiten
  • Verlag: Zander-Schneider, Gabriela; Auflage: 1 (5. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3000602593
  • ISBN-13: 978-3000602597

Mutter, wann stirbst du endlich? Wenn die Pflege der kranken Eltern zur Zerreißprobe wird.

von Martina Rosenberg  (Autor)

DAS Debattenbuch zum Thema »Pflege im Alter«!

Martina Rosenberg erzählt die authentische Geschichte einer ganz normalen Familie, für die das Leben durch die Extrembelastung der Pflege der schwer kranken Eltern zum Albtraum wurde. Es ist die Geschichte ihrer eigenen Familie. Die Mutter erkrankt an Demenz, der Vater erleidet einen Schlaganfall, und Schritt für Schritt muss die Tochter die Verantwortung und Organisation des elterlichen Lebens übernehmen. Verzweifelt versucht sie, allen Anforderungen gerecht zu werden – und scheitert, bis nach neun Jahren nur noch der Wunsch übrig bleibt: Mutter, wann stirbst du endlich?

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (17. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783442381425
  • ISBN-13: 978-3442381425
  • ASIN: 3442381428

100 Tipps für die Validation (Pflege leicht)

von Barbara Messer  (Autor)

Grundwissen in Sachen Validation braucht jede Pflegekraft, denn jeder alte Mensch hat es verdient, dass man seiner persönlichen Situation und seinen Problemen größte Aufmerksamkeit schenkt. Um diese Aufmerksamkeit geht es in der Validation. Dieses Buch zeigt kompakt und übersichtlich die Grundlagen, die Methodik und die Möglichkeiten der Validation.

Die 100 Tipps in diesem Buch richten sich an professionell Pflegende und auch an Angehörige. Für die 4. Auflage wurde das Buch grundlegend überarbeitet, um auch weiterhin ein praktischer Ratgeber zu sein, der Pflegende in ihrem beruflichen Alltag inspiriert und begleitet.

  • Taschenbuch: 132 Seiten
  • Verlag: Schlütersche; Auflage: 4., aktualisierte Auflage. (22. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899938402
  • ISBN-13: 978-3899938401

Berührungen und Beziehungen bei Menschen mit Demenz: Ein person–zentrierter Zugang zu Berührung, Beziehung, Berührtsein und Demenz 

von Luke J. Tanner (Autor), Heide Börger (Übersetzer)

Sinnvolle Berührungen sind ein wichtiger Bestandteil echter person-zentrierter Pflege von Menschen mit einer Demenz, dennoch gelten sie angesichts der wahrgenommenen Risiken als zweitrangig. Dieses Buch stellt das Vertrauen in das Potenzial von Berührungen wieder her. Es zeigt auf, wie wichtig Berührungen für die Stärkung der Persönlichkeit, der Beziehungen und des Wohlbefindens sind und es thematisiert die Hemmnisse, die die Mitarbeiter davon abhalten, Berührungen wirkungsvoll zu nutzen. Luke Tanner stellt verschiedene Berührungsarten vor und geht in diesem Kontext auch auf die Themen Zustimmung und Schutz ein, um konkret zu zeigen, wie es im Rahmen der Pflege gelingt, die Vorzüge von Berührungen zu maximieren und deren negative Auswirkungen zu minimieren. Am Ende eines jeden Kapitels, die allesamt interessant und gut strukturiert sind, finden Pflege- und Gesundheitsfachpersonen Anleitungen, die ihnen Schritt für Schritt zeigen, wie sie die Einstellungen und Praktiken in ihrem Setting ohne großen Aufwand verändern können. 

Dieses Buch richtet sich an:
Pflegefachpersonen, Demenzbegleiter, Physiotherapeuten.

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Hogrefe AG; Auflage: 1. Auflage 2018 (24. September 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3456858558
  • ISBN-13: 978-3456858555